Woran erkenne ich eine gute Hundeschule?

Unsere Kollegin Mela Hirse von dem Guerilla Hundetraining aus Frankfurt, hat einen tollen Blog geschrieben, den wir euch nicht vorenthalten möchten.

Viel Spass beim Lesen.

Du suchst eine gute Hundeschule?

Die Auswahl ist gigantisch und nach wie vor finden sich viel verschiedene Angebote. Manche Hundeschulen sind spezialisiert, andere bieten verschiedene Kurse und Trainingsmethoden an.

Seit dem 1. August 2014 ist der § 11 des Tierschutz-Gesetzes überarbeitet und erlaubt Hundetrainern ihre Tätigkeit nur noch nach Ablegen einer Sachkundeprüfung. 

Dies bedeutet, dass „der § 11 des TierschG“ ein erstes Ausschlusskriterium darstellt.

Aber natürlich gibt es noch weitere Punkte, die Dir einen Hinweis geben können, ob Du richtig bist:

  • Werden Deine Fragen beantwortet und sind die Antworten verständlich und nachvollziehbar? Fühlst Du Dich wohl und hat Dein Hund überwiegend Spaß an den Übungen?
  • Die Hundeschule bietet die Möglichkeit, den oder die Trainer kennenzulernen oder vielleicht sogar bei einer Gruppenstunde zuzuschauen und informiert Dich über verschiedene Angebote.
  • Dein zukünftiger Hundetrainer gibt Dir gerne Auskunft über seine Qualifikationen oder auch bisherige Berufserfahrung. Er gesteht aber auch ein, wenn er für etwas kein Fachmann ist und verweist in diesem Fall an einen Kollegen.
  • Die Gruppen sind nicht zu groß so, dass sich der Trainer um alle Teilnehmer kümmern kann und die Übersicht behält, wie der Stand des jeweiligen Hund-Mensch-Teams ist.
  • In der Hundeschule sind Hunde jeder Rasse, jeden Alters und jeder Größe erwünscht. Im Idealfall auch Hunde mit Einschränkungen, je nach Gruppenstunde. Der Hundetrainer hat eine gewissen Bandbreite an Erfahrung mit verschiedenen Hundetypen vorzuweisen.
  • Sätze wie „Da kann man nichts machen, die sind halt so, das muss man so hinnehmen,…“ oder auch „So wird das nie was“, sind tabu oder werden ausreichend und nachvollziehbar begründet und der Trainer kann Alternativen vorschlagen.
  • Der Trainer achtet auch auf die Gruppenzusammenstellung und bietet ein vorbereitendes Training, eventuell sogar Hausbesuche an, bis Du mit Deinem Hund in den Gruppenstunden starten kannst. Schwierigere Hunde werden nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern es wird nach einer Lösung gesucht.
  • In der Hundeschule wird nach neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen zum kognitiven Verhalten von Hunden gearbeitet und weder gebrüllt noch werden Hilfsmittel empfohlen, die dem Hund Schmerzen oder andere Leiden zufügen könnten.
  • Du und Dein Hund fühlt Euch in der Gruppenstunde als Individuen wahrgenommen und der Trainer ist in der Lage, bei Bedarf, Übungen entsprechend abzuwandeln oder ergänzende Tipps zu geben.
  • Du lernst regelmäßig neue Übungen kennen, der Trainer gestaltet die Gruppenstunde abwechslungsreich und händigt bei Bedarf auch schriftliche Erklärungen oder Skripte aus.
  • Dein Hundetrainer ist aber ebenso ehrlich und in der Lage empathisch und konstruktiv Kritik zu üben und Empfehlungen auszusprechen, die im Sinne Deines Hundes sind.
  • Natürlich bedeutet Hundetraining auch Arbeit und manchmal würden wir lieber auf der Couch kuscheln. Aber nach dem Training fühlen sich Hund und Mensch motiviert, am Ball zu bleiben und gehen gerne in die Gruppenstunden.

Natürlich spielt auch immer ein wenig die Persönlichkeit eine Rolle und gegenseitige Sympathie. Hundetraining ist meiner Meinung nach eine sehr persönliche Dienstleistung und Ratschläge nimmt man dann doch eher an, wenn man seinen Gegenüber mag. Vertraue also im Zweifel auch auf Dein Bauchgefühl und erlaube Dir, Deinen Hundetrainer zu hinterfragen.

Umgekehrt bedeutet dies natürlich auch, dass ein guter Hundetrainer auch einmal Dinge anspricht, die zunächst hart klingen. Vielleicht weist er Dich auf Gewohnheiten oder Fehler im Alltag hin, die Du Dir nur ungern eingestehst. Auch das macht einen guten Trainer aus und meist macht der Ton die Musik.

Um Ratschläge, Übungen aber auch Motivation und konstruktive Kritik gleichermaßen äußern zu können und dabei nicht gemein, desinteressiert oder belehrend zu klingen, benötigt ein Hundetrainer ein gewisses Maß an Erfahrung.

Ich finde es unfair, mit den „neuen, jungen“ Trainern hier immer ein wenig hart ins Gericht zu gehen. Ein Hundetrainer muss nicht schon zu Beginn in jedem Bereich perfekt ausgebildet sein oder stets äußerst souverän sein.

Wenn Du also mit allen Punkten einverstanden bist und lediglich an der Erfahrung des Trainers zweifelst, solltest Du ihm dennoch eine Chance geben. Auch wir erfahrenen Hundetrainer haben irgendwann mal angefangen und ich bin sehr dankbar für die vielen tollen Hund-Mensch-Teams, die mir vor 10 Jahren vertraut haben. Natürlich hängt die Wahl des Hundetrainers auch immer davon ab, mit welcher Zielsetzung Du Dich auf die Suche begibst.

Quelle: Mela Hirse

Übrigens ein kleiner Tipp: Wenn Du eine gute Hundeschule in Frankfurt suchst, die ähnlich arbeitet wie wir, kann ich Dir Mela Hirse wärmstens ans Herz legen. Infos findet ihr unter:

http://www.guerilla-hundetraining.de

Wer noch weitere Hundeschulen in anderen Städten sucht, kann uns gerne fragen, wir vermitteln euch gern weiter an Freunde und Kollegen.

Liebe Grüße Agata & Janine