Die Wasserrute, Hammelschwanz oder Cold Tale Syndrom, ist eine Erkrankung des Rückens genauer, der Schwanzwirbelsäule. Sie erscheint bei starker und harter Belastung – besonders an kalten Tagen.

 

Die Belastung sorgt für eine Stauchung der Schwanzwirbelgelenke.

In der Stauchung reagiert das Weichteilgewebe mit einer Entzündung. Die Wirbelentzündung führt daraufhin zu einer weitern Belastung des Areals.

Durch den entstandenen Druck, wird der Muskel zunehmend schlechter durchblutet, dies wiederum führt zu einer Schädigung der Schwanzmuskelatur.

Ob der Hund Schmerzen hat, erkennt man nicht immer auf den ersten Blick.

Hunde zeigen ohnehin nicht gerne – wo und wann es zwickt und weh tut.

Als Hundehalter müssen wir unseren Hund genau beobachten. Bitte versuchen Sie nicht an der Rute manuelle Bewegungen zu machen

Schmerzen kann man aber auch messen, einen Hinweis darauf gab es in verschiednen Untersuchungen. Der Cortisol -und Cortison-Spiegel (Stresshormone) im Blut ist ein messbarer Hinweis.

Durch diesen Nachweis wurde die Wasserrute zu den sehr schmerzhaften Erkrankungen zugeordnet. Eine Schmerztherapie ist zu empfehlen.

Der Hund muss Ruhe haben und das ganze auskurieren.

Wer ist betroffen?

Der Labrador, Setter, Golden Retriever und Beagle sowie allgemein Jagdhunde führen die Statistik an, es kann aber auch andere Rassen erwischen.

Die Hunde können bereits sehr jung (wenige Monate) bis zu ungefähr neun Jahren betroffen sein, wobei sich das Problem auch wiederholen kann. Rüden erkranken häufiger an der Wasserrute als Hündinnen.

Symptome der Wasserrute

Es sieht aus, als ob es da nicht hingehört. Die typische Rutenhaltung lässt die Wasserrute schnell erkennen. Der Rutenansatz wird horizontal vom Körper weg gestreckt und hängt dann einfach runter. Manchmal ist der Schwanzansatz auch geschwollen oder das Fell an der Stelle aufgestellt/struppig. Der Hund setzt sich zur Entlastung oft in den Welpensitz. Sie können verunsichert sein, lassen sich eventuell nicht anfassen, auch Probleme mit Kotabsatz können auftreten. Manche Hunde können auch aufgrund starker Schmerzen zu Aggressivität neigen.

Ursache

Einmal vermutet man eine Minderdurchblutung als wahrscheinlichste Ursache. Aber auch eine Stauchung der Schwanzwirbelgelenke oder eine Entzündung zwischen den Wirbeln wird diskutiert.

Zu den häufigsten Ursachen der Wasserrute zählen das Bad im kalten Wasser und eine körperliche Überanstrengung des Tieres. Aber auch beim wilden Toben kann der Vierbeiner Pech haben.

Therapie

Trotz des in der Regel harmlosen Verlaufs der Erkrankung empfiehlt sich ein Besuch in der Tierarztpraxis bzw. eine Schmerztherapie (NSAIDs – entzündungshemmende Schmerzmittel, Teufelskreuze gut gegen entzündliche Prozesse)

Auch sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um andere Krankheiten mit ähnlicher Symptomatik handelt (u. a. Cauda-equina-Syndrom, Rückenmarkserkrankungen, Schwanzwirbelfrakturen, Erkrankungen im Bereich der Prostata und der Analbeutel).

Erfahrungen zeigen dass Wärme in diesem Fall hilft – eine warme Kompresse, warme Handtücher oder das altbewährte Kirschkernkissen entspannen. Nach einigen Tagen sollte der Hund wieder auf den Pfötchen stehen.

Ansonsten hat sich auch die Lasertherapie und Physiotherapie bewährt …..und das wichtigeste …viel Ruhe und Liebe 🙂

Gute Besserung den Wackelpopos….